Afrikanische Küche

Kulinarischer Zauber des schwarzen Kontinents

In Afrika sind über dreitausend ethnische Gruppen beheimatet – daher gibt es keine einheitliche Küche, sondern vier gastronomische Regionen, welche die große Vielfalt des riesigen Kontinents widerspiegeln.

Die vier bedeutenden kulinarischen Gebiete sind:

• Nordafrika – ist durch orientalischen Einfluss geprägt.

• Südafrika – ist von Asien und Europa beeinflusst.

• Schwarzafrika – im Zentrum bleibt es traditionell.

• Äthiopien – hat seine ganz eigene Küchenkunst.

Über das Rote Meer und das Mittelmeer bewirken die umliegenden Länder einen mediterranen und arabischen Einfluss auf die nordafrikanische Küche. Typisch sind stark gewürzte Gerichte mit Fisch, Meeresfrüchten, Schaf- und Lammfleisch, Datteln, Mandeln, Oliven, verschiedenen Gemüsesorten und Kichererbsen.

In nordafrikanischen Bereichen, wie Tunesien oder Marokko, werden viele orientalische Speisen zubereitet. Zum Beispiel gilt Couscous hier als Grundnahrungsmittel und wird kalt oder warm zu Fleischgerichten gereicht und dient sogar zur Zubereitung schmackhafter Salate. In Mosambik ist »Massamba« das für diese Region typische Gericht aus Kokosmilch, Maniokblättern, Erdnuss, Xima (eine Art Polenta) und Grillfisch. Als Beilage gibt es Fladenbrot und als Nachspeise honigsüße Desserts. Ebenfalls wird im Norden »Taboulé« als Vorspeise, Beilage oder Zwischenmahlzeit serviert – ein erfrischender Salat aus Bulgur, Tomaten, Zwiebeln, Olivenöl, Zitronensaft. Gewürzt wird die Mischung mit frischer Petersilie, Pfefferminze, Salz und Pfeffer.

Südafrikas Küche ist stark von den Einwanderern geprägt. Hier kommt es zu einer Mixtur aus malaiischen und indonesischen sowie holländischen, deutschen und englischen Einflüssen. »Braai“ wird allerorts zelebriert. Bei dieser speziellen Art des Grillens werden zumeist Geflügel und Fleisch, aber auch Bananenbrot oder Maisküchlein auf Holzglut gegart. Dazu wird häufig »Achaar« gereicht – ein würziger Salat aus eingelegtem Gemüse. Als Nachtisch kommt oft frittiertes, durch einen speziellen Sirup gezogenes Gebäck auf den Tisch. Für Feinschmecker bietet der Süden zudem zahlreiche Fischgerichte, Meeresfrüchte sowie Speisen mit exotischem Straußen- oder Krokodilfleisch.

In der schwarzafrikanischen Küche, beispielsweise in Ghana und Westafrika, sind Mais, Süßkartoffeln, Kochbananen, Yams-Wurzeln und Maniok die Hauptbestandteile der meisten Gerichte. Der »Foufou« ist ein beliebter zäher Brei aus den obengenannten Zutaten. Zur Verfeinerung gibt es Erdnusssoßen dazu.

Äthiopien bietet seine eigenen Spezialitäten: »Injera«, »Wots« und »Teff«, das typische afrikanische Getreide, auch Zwerghirse genannt, welches zu Teffmehl verarbeitet wird. Das gesäuerte Fladenbrot »Injera« ist das Grundnahrungsmittel Äthiopiens. Es wurde früher aus »Teff« hergestellt, heute auch aus Weizen oder Reismehl. »Injera« wird meist mit Gemüse oder Fleisch serviert. Dazu passt perfekt eine scharfe »Wot« aus Ei und Huhn. »Wots« sind Saucen in vegetarischen und fleischhaltigen Varianten. Sie können mild oder scharf sein.

Typische Gewürze der afrikanischen Küche sind Cumin, Curcuma, Chili, Ingwer, Koriander und Galgant. Auch Kokosnuss findet gerne Verwendung.

Koriander. Koriander ist eine einjährige Pflanze und wird ca. 40 bis 80 cm hoch. Sie mag es trocken und sonnig. Vom vielseitigen Koriander werden sowohl die Früchte als auch die Blätter verwendet. Die Samen würzen Fisch- und Fleischgerichte, Brot, Pasteten, Senf, Soßen und Marmeladen. Die Blätter können frisch oder getrocknet eingesetzt werden und geben Eintöpfen sowie Salaten einen charakteristischen Geschmack. Die ätherischen Öle des Korianders haben gesundheitliche Eigenschaften. Sie wirken appetitanregend und krampflösend, da die Darmmuskulatur angeregt wird.

Galgant. Galgant gehört zu den Ingwergewächsen. Als Gewürz wird der Wurzelstock verwendet – frisch oder getrocknet. Er schmeckt süßlich-würzig, etwas bitter, leicht scharf, und etwas nach Zimt. Galgant hat antibakterielle und analgetische Wirkung und kann somit bei Durchfall und Magenbeschwerden helfen. Weiters kann er die Blutzirkulation und das zentrale Nervensystem anregen. Dies hat positive Auswirkungen auf die Konzentrationsfähigkeit.

Kokosnuss. Die Kokosnuss ist die Frucht der Kokospalme und keine echte Nuss, sondern eine einsamige Steinfrucht. Der hohle Kern der Kokosnuss ist mit einem weißen, aromatisch schmeckenden Fruchtfleisch von 1 bis 2 cm Dicke ausgekleidet, das fest und faserig ist – es kann roh verzehrt werden. Kokosraspeln werden aus dem Fruchtfleisch hergestellt, dafür wird es herausgelöst und getrocknet. Kokosraspeln geben Kuchen, Gebäck und Süßspeisen einen unvergleichbaren Geschmack und bereichern würzige Gerichte mit einer exotischen Note.

Die BIO Würzmischung »Africa Style« von BURGL’S enthält die genannten Gewürze und man kann sich damit ganz einfach den Flair der afrikanischen Küche auf den Tisch zaubern. Es passt hervorragend zu Fleisch- und Reisgerichten oder zum Abschmecken von Couscous, Gemüse oder Dips.