Paradiesfrucht

Natürliche Ernährung

Tomaten gibt’s in den verschiedensten Farben und Formen. Aber egal ob groß oder klein, oval oder rund, schwarz, rot, gelb oder orange … sie verwöhnen uns mit vielfältigen Aromen und stecken voller wertvoller Inhaltsstoffe.

Der Liebesapfel oder Paradeiser, so wird die Tomate auch genannt, zählt zu den Nachtschattengewächsen und ist eng mit der Kartoffel, der Paprika und der Aubergine verwandt.

Der heute gebräuchliche Name »Tomate« entstand erst im 19. Jahrhundert von der italienischen Bezeichnung »pomodoro«, was direkt übersetzt »Goldapfel« bedeutet.

Das Ursprungsgebiet der Tomate ist Mittel- und Südamerika, wobei die Wildformen von Nordchile bis Venezuela beheimatet sind. Die größte Vielfalt der in Kultur befindlichen Formen ist in Mittelamerika zu finden. Im 17. und 18. Jahrhundert sah man die Tomate in Europa vor allem als Zierpflanze an, nur einige medizinische Anwendungen sind bekannt.

Erst um 1900 wurde die Tomate auch bei uns als Lebensmittel populär und findet seitdem vor allem in Saft, Saucen, Suppen und Salaten ihren Einsatz.

Es gibt über 2.500 Sorten und mindestens nochmal so viele Züchtersorten.

Das Erfreuliche an den Tomaten ist, dass sie nicht nur gut schmecken und aussehen, sondern auch einen hohen Gesundheitswert haben. Der Hauptbestandteil der Tomate ist Wasser (bis zu 95%). Weiters enthält sie Vitamin A, B1, B2, C, E, Niacin, sekundäre Pflanzenstoffe, Mineralstoffe, wie Kalium und Spurenelemente.

Der Farbstoff, der die Tomate rot färbt, heißt Lycopin. Dieser kann die Immunabwehr stärken und das Risiko bestimmter Krebserkrankungen senken.

Der Nährwertgehalt ist mit etwa 17 kcal pro 100 g sehr gering.

Das Kraut, der Stielansatz und grüne Teile der Frucht sind durch das darin enthaltene Tomatidin mäßig giftig. Der Verzehr des Krautes oder unreifer Früchte kann Übelkeit zur Folge haben. Es wird empfohlen bei der Vorbereitung von Mahlzeiten grüne Teile und den Stielansatz zu entfernen.

Aktuelle Untersuchungen haben ergeben, dass der Gehalt an Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen in Konserven meistens höher liegt als bei frischer Ware. Bei der Verarbeitung wird das Gemüse meist im Anbaugebiet konserviert. Dadurch können die Tomaten besser reifen, sie werden meist noch am Erntetag verarbeitet. Dieser Gewinn an Nährstoffen durch längere Reifung ist höher als die Verarbeitungsverluste.

Richtig aufbewahren

Die Lagerung der Früchte geschieht am besten bei 13–18° C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 80–95 %. Im Gegensatz zu Blattgemüse ist die Tomate bis zu 14 Tage haltbar. Dabei verliert sie kaum wichtige Inhaltsstoffe. Irrtümlicherweise bewahren viele Verbraucher, aber auch Gemüsehändler und Einzelhandelsketten Tomaten in Kühlräumen oder im Kühlschrank auf, wo sie deutlich an Geschmack, Textur und Haltbarkeit verlieren.

Bei zu langer Aufbewahrung wird die Haut der Tomate dünner und schrumpelig, das Fruchtfleisch fällt etwas zusammen, die Frucht wirkt danach etwas matschig. Trotzdem ist sie immer noch genießbar. Tomaten sollte man immer getrennt von anderem Obst und Gemüse lagern. Sie scheiden während der Lagerung ein Gas aus, das den Stoffwechsel benachbarter Früchte oder Gemüse beschleunigt, so dass diese schneller reifen und in der Folge auch schneller verderben.

Im Durchschnitt isst jeder Österreicher rund 22 kg »Goldäpfel« pro Jahr. Davon wird fast die Hälfte als frische Früchte verzehrt. Die Weltproduktion liegt bei etwa 120 Millionen Tonnen und wächst seit Jahren stark.

Die Tomate kann in unterschiedlichen Klimazonen angebaut werden. Sie gedeiht sowohl in der Hitze um den Äquator als auch in kühlen Regionen am Rande des Polarkreises. Natürlich muss auf die richtige Wahl der Sorten geachtet werden, die auf die Bodenverhältnisse so wie auf die klimatischen Bedingungen abgestimmt sein sollten.

Wer keine Zeit oder keinen Platz hat, selbst Tomaten anzubauen, kann zu konservierten oder vorgefertigten Produkten greifen, wie die schmackhafte Tomatensoße & Suppe von BURGL’S.